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Triticum

Triticum

Triticum L. (Weizen), Gattung der Gramineen, einjährige Gräser mit (selten verkümmerten) Gipfelährchen, gebrechlicher Spindel (Kulturformen ausgenommen), 1–4 kleineren, unbegrannten, sterilen (nur bei Kulturformen bisweilen fruchtbaren) unteren Ährchen, in denen aber nur 1–3 Früchte reifen, breiten, stumpfen, stets mit wenigstens einem stumpfen oder spitzen Zahn oder mit einer bis mehreren Grannen versehenen Hüllspelzen, auf dem Rücken gewölbten Deckspelzen mit einem bis mehreren Zähnen oder Grannen und zahnartigen Vorsprüngen an den Seiten und sehr schwach seitlich komprimierter, tief gefurchter, an der Spitze behaarter Frucht. Von den 15 Arten in Europa und dem Orient gehören 12 zu der Gruppe (oder Gattung) Aegilops L. (Walch), bei deren Arten die Hüllspelzen flach gewölbt, nicht oder undeutlich gekielt sind. Aegilops ovata L. (Gerstenwalch), in Südeuropa, mit drei- bis fünfgrannigen Hüllspelzen, bildet mit Triticum sativum einen Bastard, dessen Ähren sich als Ganzes unterhalb des untersten fruchtbaren Ährchens ablösen. Dieser Bastard (A. triticoides Lk.) veranlasste die irrige Annahme, dass der Gerstenwalch durch Züchtung in Weizen umgewandelt werden könne. Durch fortgesetzte Kreuzung mit Weizen entsteht A. speltaeformis Jord., der als Getreide benutzt werden kann. Mehrere orientalische Arten mit eingrannigen oder wehrlosen Hüllspelzen, bei denen sich die Ährchen einzeln ablösen, bilden den Übergang zur Gruppe Sitospiros, zu welcher der Weizen mit Spelz, Amelkorn und Einkorn (Dinkel) gehören. A. cylindrica Host. in Südosteuropa wird nebst anderen Arten in Gärten als Ziergras kultiviert. S. Weizen.

Bibliographie

  • Davis, William (Dr. med.): Weizenwampe – Warum Weizen dick und krank macht

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909